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Stromkonzessionen: Mit neuem Ansatz zum Erfolg

Das Thema Stromkonzessionen steht ganz weit oben auf der Energiedienst-Agenda. „Leider waren wir hier in der letzten Zeit nicht so erfolgreich, wie wir hätten sein sollen“, räumt Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung, ein. Will heißen: Von rund 90 Stromkonzessionen hat das Unternehmen 10 auf einen Schlag verloren. Grund genug also, mehr Energie diesem wichtigen Thema zu widmen, zumal weitere Konzessionen bald auslaufen werden. Will die naturenergie netze erneut die Zuschläge für die betreffenden Konzessionsgebiete erhalten, müssen die Angebote 100-prozentig überzeugen. „Schließlich hat sich die Lage erheblich verändert“, erklärt Jörg Reichert. „Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass wir Konzessionen für immer behalten. Wir stehen in einem harten Wettbewerb und müssen daher alles geben.“

 

Sonderprojekt als erste Konsequenz

Energiedienst hat aus den Niederlagen gelernt und im Oktober ein Sonderprojekt „Konzessionen“ gestartet. Ein interdisziplinäres Projektteam erstellt die neuen Angebote. In den vergangenen Wochen drehte sich dabei alles um das Konzessionsangebot für Bad Bellingen. Abgabetermin war der 13. Dezember.

„Prüfer und Gemeinden müssen überzeugt sein, dass wir der beste und kompetenteste Anbieter sind.“

Boris Philippeit leitet das interdisziplinäre Team für die Konzessionen.

Externe Berater ins Boot geholt

Das Projektteam ist noch provisorisch zusammengesetzt. Diverse Abteilungen arbeiten diesem zu. Die Führung obliegt Boris Philippeit, Leiter Stab und Kommunalbetreuung. Damit am Ende ein professionelles Angebot herauskommt, stehen externe Experten zur Seite: die Unternehmensberatung LBD aus Berlin und die Anwaltskanzlei Görg aus Frankfurt am Main. Die Besprechung der einzelnen Themen erfolgte entweder in Workshops oder per Telefon. In der Zwischenzeit organisierten die Teammitglieder noch fehlende Informationen und arbeiteten die diversen Kapitel detailliert aus.

 

Solides Konzept für die Netzsicherheit

Grundlage des Konzessionsangebots ist ein umfangreicher Kriterienkatalog der Gemeinde, die ausschreibt. Der Anbieter muss in seinem Angebot schlüssig und mit überzeugenden Beispielen aufzeigen, dass er ein solides Konzept hat, um die Versorgungs- und Netzsicherheit jederzeit zu gewährleisten. Auch Aspekte wie Effizienz, Personalplanung, Umweltschutz und damit Nachhaltigkeit muss er stichhaltig darlegen. Ein von der Gemeinde beauftragter Prüfer bewertet alle Angebote und vergibt Punkte für jedes Kapitel. Danach spricht er dem Gemeinderat seine Empfehlung aus. „Neben den richtigen Inhalten sind klare, schlüssige Formulierungen wichtig“, erklärt Boris Philippeit. „Alles muss sofort verständlich sein. Prüfer und Gemeinde müssen davon überzeugt sein, dass wir der beste und kompetenteste Netzbetreiber für das betreffende Konzessionsgebiet sind.“

 

Ziel ist ein permanentes Team

Wie geht es weiter? „Unser Ziel ist ein permanentes Team, das sich ganz und gar auf diese spannende Aufgabe ausrichtet“, sagt Boris Philippeit. „Wir haben bereits einen Aufruf gestartet, um engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer zu finden. Gefragt sind Kolleginnen und Kollegen mit Engagement und Eigeninitiative sowie Spaß am Schreiben von Texten, die wirtschaftliche und technische Inhalte auf den Punkt bringen.“

 

Als Nächstes stehen die Konzessionen in Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen an. Es bleibt also genug zu tun. Wer Interesse hat, das Konzessionsteam zu unterstützen, melde sich bitte bei Birgit Friedlin (-2457).

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