Projekt Rheinfelden 20plus: Mehr Wasserkraftstrom aus Rheinfelden
Mit dem „Projekt Rheinfelden 20plus“ möchte naturenergie die Stromproduktion der bestehenden Wasserkraftwerke in Rheinfelden und Ryburg-Schwörstadt um jährlich rund 20 Millionen Kilowattstunden erhöhen. Dafür wird die Rheinsohle in einem örtlich begrenzten Bereich vertieft. Die zusätzliche, regional erzeugte Energie aus Wasserkraft reicht aus, um rund 6‘000 Haushalte in Deutschland und der Schweiz mit Strom zu versorgen.
Gemeinsam mit unseren Partnern investieren wir mehr als 20 Millionen Euro in das Projekt. Eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung, ökologische Ausgleichsmaßnahmen sowie der kontinuierliche Dialog mit der Bevölkerung und den zuständigen Fachstellen sind zentrale Bestandteile der Planung und Umsetzung
Zusätzlicher, regional erzeugter Strom für 6.000 Haushalte – so funktioniert es:
Wir steigern die regionale Stromproduktion aus Wasserkraft um 20 Mio. Kilowattstunden pro Jahr
Seit 2022 führte naturenergie verschiedene Voruntersuchungen durch, um die Wasserkraftwerke Rheinfelden und Ryburg-Schwörstadt zu optimieren und ihre Leistung zu steigern. Dazu gehörten unter anderem eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die Arbeit einer ökologischen Begleitkommission, Bevölkerungsdialoge sowie die Vorbereitung und Einreichung des Bauantrags für das Projekt.
Ziel des Projekts ist es, das bislang ungenutzte Energiepotenzial des Rheins in diesem Abschnitt besser zu nutzen. Durch eine Optimierung des Wasserabflusses soll die Stromproduktion aus erneuerbarer Wasserkraft dauerhaft erhöht werden.
Messungen der vergangenen Jahre zeigten, dass die vorhandenen Kapazitäten des Rheins bisher nicht vollständig ausgeschöpft werden. An beiden Kraftwerksstandorten Rheinfelden und Ryburg-Schwörstadt gibt es im Unterwasserbereich Potenzial für eine Fallhöhensteigerung von bis zu 20 Zentimetern, wodurch mehr Energie erzeugt werden kann als bisher möglich wäre. Ursache hierfür sind Felsformationen im Flussbett, die mit den damaligen Vermessungsmethoden nicht genau erfasst wurden.
Durch die Optimierung der Fallhöhe lässt sich die Energieproduktion von klimafreundlichem Strom aus Laufwasserkraft um zirka 20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr steigern. Dies deckt den durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 6‘000 4-Personen-Haushalten.
Unterhalb des Wasserkraftwerks Rheinfelden (Bereich „Höllhaken“) ist eine Abflachung vorstehender Felsen vorgesehen. Gleichzeitig ist ein Aushub beim Wasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt geplant. Der Felsaushub beträgt jeweils rund 38.000 Kubikmetern.
Zum Vergleich: Während des Neubaus des Kraftwerks Rheinfelden wurden 1.4 Millionen Kubikmeter Gestein aus dem Rhein ausgebaggert. Der nun geplante Aushub würde nur 5 Prozent dieser Menge ausmachen.
Zeitlicher Horizont des Projekts Rheinfelden 20plus
2020 bis 2022
Vorabklärungen und Machbarkeitsstudie zur Eintiefung der Rheinsohle
2021 und 2022
Behörden- und Sondierungsgespräche sowie rechtliche Einschätzungen
Frühjahr 2023
Start für Planungs- und Genehmigungsphase sowie Informationsveranstaltungen und Einzelgespräche
November 2025
Einreichung des Genehmigungsantrags
Anfang 2027
Frühestmögliche Erteilung der Genehmigung und möglicher Baustart
2027 bis 2029
Mögliche Umsetzung des Projekts
Pressemitteilungen zum Projekt
naturenergie reicht Baugesuch für Rheinfelden 20plus ein
• Planfeststellungsverfahren auf deutscher Seite eingeleitet• Planunterlage ab 7. Januar 2026 öffentlich einsehbar
• naturenergie ist auf… Artikel lesen
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