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naturenergie netze bekommt neue Doppelspitze 

Seit 1. Juni lenken Boris Philippeit, kaufmännischer Geschäftsführer, und Joachim Pfister, technischer Geschäftsführer, gemeinsam die Geschicke des südbadischen Netzbetreibers.

Der Volljurist und Politikwissenschaftler Boris Philippeit leitete zuletzt den Stab und die Kommunalbetreuung der naturenergie holding AG. Joachim Pfister, studierter Elektrotechniker, war bei der Netze BW GmbH von 2016 bis 2020 Leiter Netzführung Strom und Gas und führte rund 200 Mitarbeiter. Davor war er fünf Jahre Leiter Anlagenbetrieb bei der TransnetBW GmbH. Die KOMMpakt-Redaktion hat ihn getroffen.

Was ist die größte Herausforderung für naturenergie netze in den nächsten Jahren?
Joachim Pfister: Den typischen Weg des Stroms vom Kraftwerk zum Verbraucher gibt es nicht mehr. Immer mehr Erzeugungsleistung kommt direkt aus dem Netz. Für diese neue Belastung sind die Netze nicht ausgelegt. In den Mittel- und Niederspannungsnetzen wissen wir größtenteils nicht, wo gerade zu viel Strom und wo zu wenig Strom im Netz ist. Wir müssen also Methoden entwickeln, die uns helfen, den aktuellen und künftigen Netzzustand besser einzuschätzen.

Welche Voraussetzungen bringen Sie für Ihre Aufgabe mit?
Joachim Pfister: Aus meiner Zeit bei der Netze BW und der TransnetBW bringe ich sowohl technische als auch organisatorische Erfahrung mit. Bei beiden Unternehmen habe ich alle technischen Aspekte maßgeblich mitgestaltet. Meine Ausbildung zum systemischen Organisationsberater bei der EnBW Akademie hilft mir bei personellen und organisatorischen Aufgaben.

Was war bislang Ihr größter Erfolg?
Joachim Pfister: Mit Beginn des Unbundlings musste die Transnet BW, bis dahin eine reine Managementgesellschaft, alle operativen Themen selbst aufbauen. Diese Aufgabe durfte ich ab 2011 übernehmen. Die Chance, einen Bereich auf der grünen Wiese neu aufzubauen, bietet sich nicht jeden Tag. Das war eine spannende Erfahrung. Innerhalb meiner Zeit bei der Transnet BW habe ich sieben Teams mit rund 150 Mitarbeitern aufgebaut und erfolgreich integriert.

 


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